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Erdwärmeheizung: Funktionsprinzip

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Erdwärmeheizung: Funktionsprinzip

Die Erdwärmeheizung nimmt die Wärme aus der Erde auf und gibt sie im Haus wieder ab. Dieses Verfahren erfreut sich aufgrund des wirtschaftlichen und umweltfreundlichen Konzepts immer größerer Beliebtheit – beim Neubau wie auch bei der Renovierung.

Funktionsweise

Das Prinzip der Erdwärmeheizung bietet für ein Grundstück drei Arten der Energieaufnahme, so dass eine Anpassung an alle Grundstücksformen möglich ist.
Der klassische horizontale Flächenkollektor benötigt, je nach klimatischen Bedingungen, eine Außenfläche von 100 - 150 % der zu beheizenden Wohnfläche. Ist das Grundstück nicht ausreichend groß genug oder hat Hanglage, erfolgt die Wärmeaufnahme über eine vertikale Tiefensonde (Erdwärmesonde), welche die Energie in einer Tiefe von 50 bis 100 m aufnimmt. Eine andere Alternative ist die Energieaufnahme aus dem Grundwasser, bei der das unterirdische Grundwasser, in einer Tiefe von 10 bis 20 Metern genutzt wird, das ganzjährig eine nahezu konstante Temperatur aufweist.

Eine Wärmepumpe gibt diese aus der Erde aufgenommene „kostenlose“ erneuerbare Energie über einen Wasserkreislauf (Fußbodenheizung, Heizkörper, Gebläsekonvektoren) im Haus als Wärme wieder ab


Horizontale Absorption

captage_horizontal

Der horizontale Flächenkollektor benötigt, abhängig von den klimatischen Bedingungen, eine Grundstücksfläche von 100 - 150 % der zu beheizenden Wohnfläche. Die Kollektoren werden im Außenbereich in etwa 80-120 cm Tiefe verlegt. Die Anwendung der horizontalen Flächenkollektoren ist in Frankreich sehr weit verbreitet. Das Einbringen des Kollektors ist einfach und überaus preiswert. Der Wirkungsgrad für DV – Kollektoren ist unübertroffen.


Vertikale Absorption

captage_vertical

Eine Erdwärmesonde, in der Grund (Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel) in einem geschlossenen Kreislauf zirkuliert, nimmt die Energie aus dem tieferen Erdreich (50 - 100 m) auf. Die vertikale Wärmeaufnahme ist sehr gefragt und kann als zukunftsträchtige Technologie bezeichnet werden.


Grundwasserbrunnen

captage_nappe

Die Wärmeaufnahme aus dem Grundwasser erfreut sich wachsender Beliebtheit bei Interessenten mit unwegsamen Grundstücken oder solchen mit Hanglage. Die Wärme wird direkt aus dem Grundwasser, in einer Tiefe von 10 – 20m aufgenommen. Die Wassertemperatur ist das ganze Jahr über nahezu konstant (10°C – 12°C). Dieser Umstand gewährleistet einen überdurchschnittlich hohen Wirkungsgrad der Wärmepumpe.